Zwei Familien.
Ein Versprechen.
Wie aus einer Wiesn-Tradition und einer 170 Jahre alten Gerberei ein gemeinsames Versprechen entstand — und warum jedes Stück die Geschichte seines Tieres trägt.
Fünf Schritte,
ein ganzes Jahr.
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Schritt I
Bio-Aufzucht
Gut Karlshof · IsmaningDie Ochsen wachsen langsam auf: auf bayerischen Weiden, bio-zertifiziert, würdevoll und ohne Eile. Hier beginnt eine Geschichte, die später weitergeführt wird.
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Was im kulinarischsten und bekanntesten Ochsenzelt der Welt serviert wird, stammt aus verantwortungsvoller Aufzucht und klarer Herkunft. Was bleibt, wird nicht vergessen.
Schritt IIDie Wiesn
Ochsenbraterei · Theresienwiese -
Schritt III
Grubengerbung
Lederfabrik Kilger · seit 1856Die Häute reisen nach Viechtach. Dort liegen sie mehrere Monate in Eichenrinden-Gerbgruben: langsam, natürlich und nach einem Verfahren, das Kilger seit Generationen bewahrt.
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Geschnitten, vernäht, gewachst: Stück für Stück von Hand. Jedes Produkt trägt die Spuren des Handwerkers, der es gemacht hat.
Schritt IVManufaktur
MK Ledermanufaktur -
Schritt V
Ein Stück, das bleibt
Für GenerationenEin Gürtel, eine Tasche, eine Schürze. Patiniert, weicher mit jedem Jahr, weitergegeben: wie es früher selbstverständlich war.
Haberl Gastronomie.
Die Ochsenbraterei.
Seit Generationen.
Haberl Gastronomie steht für weit mehr als ein Festzelt auf der Wiesn. Über das ganze Jahr hinweg führt die Familie Haberl eine Vielzahl an Gastronomiebetrieben in München und Umgebung. Jeder einzelne mit eigener Handschrift, aber mit demselben Anspruch: echte Gastfreundschaft, gelebte Qualität und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem, was auf den Teller kommt.
Leidenschaft für Gastronomie bedeutet für die Haberls nicht nur, Gäste willkommen zu heißen. Es bedeutet, Herkunft ernst zu nehmen, nachhaltig zu handeln und jedes Detail bewusst zu gestalten: vom Einkauf über die Küche bis zum Erlebnis am Tisch.
Ein besonderes Herzstück dieser Geschichte ist die Ochsenbraterei auf dem Münchner Oktoberfest. Sie zählt zu den ältesten und bekanntesten Festzelten der Wiesn. Seit 1980 wird sie von der Familie Haberl geführt, heute bereits mit der dritten Generation an Bord.
Hier wird der Anspruch der Familie besonders sichtbar: Ochsen aus eigener, artgerechter Bio-Aufzucht, bayerische Weiden, kurze Wege und ein Verständnis von Qualität, das nicht erst in der Küche beginnt.
„Was wir tun, tun wir mit Überzeugung — von der Aufzucht bis zum letzten Detail."



Lederfabrik Kilger.
Seit 1856.
In Viechtach, im Herzen des Bayerischen Waldes, bewahrt die Familie Kilger ein Handwerk, das selten geworden ist. Seit 1856 wird hier Leder gegerbt. Heute führt Michael Kilger die Lederfabrik in sechster Generation und hält an einem Verfahren fest, das Zeit braucht, Erfahrung verlangt und keine Abkürzung zulässt: der vegetabilen Grubengerbung.
Eichenrinde, Wasser, Bewegung und Geduld. Mehr braucht es nicht, aber weniger darf es auch nicht sein. Die Häute liegen viele Wochen bis mehrere Monate in den Gruben, nehmen langsam die natürlichen Gerbstoffe auf und entwickeln dabei genau das, was echtes Leder ausmacht: Dichte, Tiefe, Stand und einen Geruch, der sofort erkennen lässt, dass hier nichts künstlich beschleunigt wurde.
Dieses Leder ist nicht glattgebügelt und beliebig. Es hat Charakter. Es fühlt sich schwer, ehrlich und ursprünglich an. Es verändert sich mit der Zeit, bekommt Patina und wird nicht verbraucht, sondern persönlicher.
Die Besonderheit der Lederfabrik Kilger liegt in dieser Konsequenz. In der Weigerung, einen Schritt zu überspringen. In der Überzeugung, dass gutes Leder nicht entsteht, weil man es schneller macht, sondern weil man ihm lässt, was es braucht.
Genau deshalb ist Kilger-Leder die Grundlage für die Stücke der MK Ledermanufaktur: ein Material mit Herkunft, Haltung und einer Qualität, die man nicht erklären muss, sobald man sie in der Hand hält.
„Wir haben nie nach einer Abkürzung gesucht — weil es keine gibt, die zum selben Ergebnis führt."



MK Ledermanufaktur.
Gemacht fürs Leben.
Direkt neben der Gerberei, im selben Gebäude, liegt die Werkstatt der MK Ledermanufaktur. Hier endet der Weg des Leders nicht als Material. Hier beginnt sein zweites Leben.
Das Einzigartige daran: Eine rohe Haut kommt in die Lederfabrik Kilger. Sie wird dort vegetabil in der Grube gegerbt, über Wochen und Monate veredelt, geprüft, sortiert und anschließend im selben Haus zu fertigen Produkten verarbeitet. Aus einem natürlichen Rohstoff entsteht ein Stück, das man tragen, nutzen und weitergeben kann. Alles unter einem Dach. Alles aus einer Hand. Alles mit demselben Anspruch.
Die MK Ledermanufaktur ist die hauseigene Manufaktur und Direktmarke der Familie Kilger, gegründet von Michael Kilger, Gerber in sechster Generation. Für ihn ist klar: Wenn aus diesem außergewöhnlichen Leder Produkte entstehen, dann müssen sie mit derselben Liebe zum Detail gefertigt werden, mit der schon die Haut gegerbt wurde.
Geschnitten wird mit Erfahrung und Gefühl für das Material. Vernäht wird von Hand mit gewachstem Garn. Jede Kante wird gewachst, poliert und so lange bearbeitet, bis sie nicht nur sauber aussieht, sondern sich richtig anfühlt. Nichts daran ist zufällig. Jeder Arbeitsschritt folgt dem Anspruch, dem Leder gerecht zu werden.
Besonders sichtbar wird diese Haltung bei den Gürteln der MK Ledermanufaktur. Auf sie gibt es lebenslange Garantie, weil sie genau dafür gemacht sind: für ein Leben. Sie sollen nicht nach kurzer Zeit ersetzt werden. Sie sollen bleiben, altern, Patina entwickeln und mit jedem Jahr persönlicher werden.
So verlässt nicht einfach ein Produkt die Manufaktur. Es verlässt ein Stück Handwerk das Haus, in dem sein Material von Anfang an begleitet wurde.
„Ein Stück, das wir machen, soll länger leben als wir."



Ein Joint Venture.
Dinge, die bleiben.
Manchmal beginnt eine große Idee mit einem einfachen Anruf.
Antje Haberl sah in den Häuten der eigenen Ochsen mehr als einen Rohstoff, der weitergegeben wird. Sie sah Herkunft. Qualität. Verantwortung. Und die Chance, aus dem, was bereits da ist, etwas Besonderes entstehen zu lassen.
Also griff sie zum Hörer und rief Michael Kilger an. Die Frage war naheliegend und doch neu: Warum sollten diese Häute nicht regional weiterverarbeitet werden? Warum nicht mit der wohl nachhaltigsten und ursprünglichsten Methode, der traditionellen Grubengerbung? Und warum nicht anschließend in der eigenen Manufaktur von Hand zu Produkten gefertigt werden, die Jahrzehnte überdauern?
Haberl brachte die Häute aus eigener Bio-Aufzucht. Kilger veredelte sie in traditioneller Grubengerbung. MK Ledermanufaktur fertigte daraus die ersten Stücke. Nach den ersten gegerbten Häuten, nach den ersten Produkten war klar: Dieser Kreislauf ist zu besonders, um nur ein einzelnes Projekt zu bleiben.
Aus einer Idee wurde eine Partnerschaft. Aus einem Rohstoff wurde eine Marke. Aus drei Familienbetrieben entstand Ochsenleder: ein gemeinsamer Shop, ein gemeinsamer Anspruch, ein geschlossener regionaler Kreislauf.
„Diese Häute erzählen bereits eine Geschichte. Unsere Aufgabe ist es, sie weiterzutragen."
So entsteht ein geschlossener Kreislauf: nichts anonym, nichts beliebig, nichts zugekauft. Jedes Stück ist rückverfolgbar von der Weide bis zur Werkbank und trägt die Handschrift aller drei Häuser.
Leder, das nicht einfach verarbeitet wird.
Leder, das bleibt.


